Tag-Archiv für 'veranstaltung'

Lesung „Mein Alptraum“

Lesung: Mein Alptraummit der Dichterin Farkhonde Taghadossi
Am 03. März 2016 um 19.30 Uhr im Annabee Buchladen.

Die Gefängnisgedichte von Farkhonde Taghadossi spiegeln insbesondere die Erfahrung von Folter, Misshandlung, Vernichtung der politischen Gegner_innen in iranischen Gefängnissen wider, aber auch den Zusammenhalt der gefangenen Frauen und die liebevolle Unterstützung der im Gefängnis mit ihren Müttern eingesperrten Kinder. Trotz traumatisierender Erfahrungen in der Haft drücken die Gedichte von Farkhonde Taghadossi sowohl ungebrochenen Widerstandsgeist als auch Lebensfreude aus. So werden kleine Insekten, Vögel oder die Sonne als willkommene Lebensgefährten begrüßt – in einer Weise, die durchaus an die Briefe Rosa Luxemburgs aus dem Gefängnis erinnern.
Der Eintritt zu der Lesung ist frei, der Zugang barrierefrei und kleine Snacks und Getränke werden bereitgestellt.

Download: Flyer Kopiervorlage

Eine Veranstaltung von Rote Hilfe Hannover, Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen und dem Annabee Buchladenkollektiv.

“Sie lebt noch, die Commune”

Veranstaltung zu Perspektiven emanzipatorischer Gesellschaftsgestaltung – von Paris nach Rojava
Sie lebt noch, die CommuneThemen:

  • Zur Geschichte der Pariser Commune
  • Zur Kommunalen Selbstverwaltung heute
  • Zur Aktualität der Räte in den Kommunen von Rojava / Kurdistan
  • Die Bedeutung der Kommune für heutige Kämpfe

Am 18. März 1871 floh die französische Regierung vor der bewaffneten Macht der Pariser Arbeiterinnen und Arbeiter nach Versailles, bis zum 28. Mai 1871 führten diese die Stadt – die Commune – von Paris und hatten den Mut, politische Maßnahmen umzusetzen, die ein Vorbild und eine Herausforderung der weltweiten sozialistischen Bewegung bleiben. Sie entwickelten Grundzüge eines Gemeinwesens, von dem Karl Marx schrieb, es sei die endlich gefundene Form, in der sich die Befreiung der Arbeit vollziehen könne. Frauen hatten einen großen Anteil an der Errichtung der Kommune, leider ist dieser Aspekt in der Reflektion der Kommune und in der Entwicklung der Arbeiterbewegung wieder verloren gegangen.
Bis ins frühe 20. Jahrhundert galt der 18. März als Tag der Commune. Die Internationale Rote Hilfe rief 1923 den 18. März zum „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“ aus.
145 Jahre nach der Pariser Kommune gilt es nun, sowohl das Kommune-Erbe als auch seine Ausformulierung durch die Klassiker für eine erneute emanzipatorische Praxis nutzbar zu machen und zu aktualisieren. Diesem Zweck soll die Tagesveranstaltung dienen.

Download: Programmflyer

Eine Veranstaltung von: Rote Hilfe Hannover, Kulturzentrum Pavillon, Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen und YXK Hannover.

Am 19. März 2016 um 16.00 Uhr im Pavillon am Raschplatz.

Abends gibt es noch ein Konzert von der Overall Brigade mit Songs von Hobos, Wanderarbeitern und Vagabunden aus den Jahren von 1905-1955 sowie Punk- und Reggae-Songs.
Ab 21 Uhr in der Sturmglocke.

Veranstaltung: No Border, No Nation – Just People

Veranstaltung zur Situation der Geflüchteten

Seit Wochen sind AktivistInnen unterwegs um vor Ort mobile Volksküchen zu betreiben und damit die Geflüchteten zu unterstützen. Bis zur brutalen Räumung des Flüchtlingscamps in Idomeni gaben sie dort zeitweilig ca. 3000 Mahlzeiten am Tag raus.
Mittlerweile spitzt sich die Lage an den verschiedenen Grenzen auf der sogenannten „Balkanfluchtroute“ zum Einen durch den Winter und zum Anderen durch die Unterscheidung in „anerkannte“ und „illegale“ Geflüchtete immer weiter zu.
Am 06.01. wird ein Freund von der NoBorderKitchen, der längere Zeit an der griechisch-mazedonischen Grenze gekocht und die Proteste der Geflüchteten solidarisch begleitet hat, über die aktuelle Situation berichten. Es wird um die Selbstorganisierung der Geflüchteten gehen und um Möglichkeiten der Unterstützung.

Weitere Informationen auch unter:

Spendenkonto: (Verwendungszweck: just people)

    Rote Hilfe OG Salzwedel
    GLS Gemeinschaftsbank eG
    IBAN: DE93 4306 0967 4007 2383 12
    BIC: GENODEM1GLS

Mi., 6. Januar 2o16 um 20.00 Uhr im UJZ Korn

Eine Veranstaltung von: Rote Hilfe e.V. OG Hannover und NoBorderKitchen

Flyer zur Veranstaltungg.
Einen Bericht von der Veranstaltung gibt es auf frieden-hannover.de. Ein Handout mit konkreten Ideen der Roten Hilfe Salzwedel, ladet ihr hier runter.

Unterstützt von: Grenzenlos Kochen Hannover, Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V., Refugee-Pat_innen-Projekt Hannover, Unterstützer_innen Refugee Protest Camp Hannover, Radio Flora, VVN/BdA und DKP Hannover.

Aktuelles aus Rojava

Informations- und Diskussionsveranstaltung

In Rojava (Nordsyrien) und Nordkurdistan (Südosttürkei) ist ein alternatives Gesellschaftsmodell im Aufbau, das der Demokratischen Autonomie. Dahinter steht die Idee von einem freien, demokratischen, ökologischen und geschlechtergerechten Leben. Insbesondere in Rojava ist es der Bevölkerung seit der Vertreibung der verbliebenen Überreste syrischer Regierung am 19.7.2012 gelungen, eine demokratische Selbstverwaltung aufzubauen.
Die Bevölkerung organisiert nun alle ihre Lebensbereiche selbst: Die Selbstverwaltung basiert auf einem mehrschichtigen Rätesystem, das sich von unten nach oben organisiert. Eine eigene Verteidigungsstruktur mit autonomen Fraueneinheiten, die mittlerweile fast die Hälfte der gesamten Verteidigung ausmachen, wurde etabliert, ebenso eine alternative Ökonomie in Form von Kooperativen, die nicht mehr der Profitlogik folgt. Ein umfangreiches Bildungssystem ermöglicht den Menschen die permanente Weiterbildung in verschiedenen inhaltlichen Fragen und in Bezug auf die politischen Arbeiten.
Darüber hinaus ist ein Rechtssystem im Aufbau, das davon ausgeht, dass Menschen sich verändern können und das darauf abzielt, die Menschen für Ideen zu gewinnen, anstatt sie zu bestrafen. Frauen spielen in diesem Aufbauprozess eine wesentliche Rolle. In allen Bereichen gibt es autonome Frauenstrukturen wie Frauenräte und Frauenakademien, in allen gemischten Bereichen eine 40 %-Geschlechterquote und die Regel einer Doppelspitze. Das heißt, Leitungsfunktionen wie Bürgermeister*innenämter werden grundsätzlich von einer Frau und einem Mann besetzt.
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Veranstaltungshinweis: Vom Maidan in den Bürgerkrieg: Die Ukraine am Abgrund

Nach wie vor werden linke AktivistInnen, KommunistInnen, Kriegsdiensverweigerer, AntifaschistInnen, JournalistInnen in der Ukraine verfolgt. Willkürliche Verhaftungen, Entführungen, Folter und Mord gehören längst zum Lebensalltag.
Nach wie vor sammelt die Rote Hilfe e.V. Spenden, um Einzelne von der Repression Betroffene zu unterstützen, wobei die Rote Hilfe e.V. alle verfolgten Linken in der Ukraine unterstützt , unabhängig davon, ob sie sich in Parteien, Syndikaten, Gewerkschaften, Räten oder autonom organisieren.

Nach wie vor kommen Informationen allenfalls verzerrt in den offiziellen Medien vor. Aus diesem Grund unterstützt die Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe Hannover die Veranstaltung:

Vom Maidan in den Bürgerkrieg: Die Ukraine am Abgrund
Vortrag und Diskussion mit Susann Witt-Stahl
Mittwoch, 29. April 2015, 19.00 Uhr
Freizeitheim Vahrenwald

An der Außengrenze der Europäischen Union (EU) hat sich unter Mitwirkung der deutschen Regierung ein Konflikt innerhalb der ukrainischen Bourgeoisie zu einer weltpolitischen Konfrontation zwischen der EU und den USA einerseits und Russland andererseits ausgeweitet.
Über alle politischen Differenzen hinweg sprechen die deutschen Medien von der „Rückkehr des Kalten Kriegs“.

Es herrscht ein brüchiger Waffenstillstand nach dem Krieg zwischen der Regierung und den Aufständischen im Donbass. Hunderttausende Menschen sind seit dem aus der Ostukraine geflohen.
Wie konnte dieses Land so schnell in den Abgrund stürzen? Die Journalistin Susann Witt-Stahl hat seit den Tagen des „Maidan“ mehrmals die Ukraine besucht, um sich selbst ein Bild von der dramatischen Lage zu machen; zuletzt Anfang September. Sie war sowohl auf dem Maidan in Kiew als auch im Donbass. In ihrem Vortrag wird die Journalistin von ihren Gesprächen mit den Menschen berichten und die sich gegenüber stehenden politischen Kräfte analysieren: Wer oder was sind die sogenannten Oligarchen? Welche Rolle spielen die Faschisten? Welche antifaschistischen Kräfte gibt es und wie ist ihre Lage? Welche Interessen verfolgen EU und USA? Was wollen die politischen Kräfte in den nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk und welchen Einfluss hat Rußland auf sie?«

Unter Bezug auf die neuen Volksrepubliken im Donbass schreibt Susann Witt-Stahl in der online Zeitung Hintergrund am 13. 10. 2014:

„Zu den treibenden Kräften der Volksrepubliken im Donbass gehören auch russische Nationalisten, Nostalgiker der zaristischen Monarchie, glühende Verfechter der Russisch-Orthodoxen Kirche und deren reaktionärer Doktrinen. …Und die an Russland orientierten oder dort ansässigen Oligarchen – Träger eines Kapitals, das sich vor allem durch Förderung und Handel mit Rohstoffen nährt –, deren Tentakel in die Eingeweide der Volkrepubliken reichen, wüten samt ihrer reaktionären Ideogeme mit kaum weniger krimineller Energie als die westlich orientierten oder in Richtung EU und USA gewendeten. …Aber nicht zuletzt, um dagegen Widerstand zu leisten, wollen viele Menschen im Donbass, vor allem Arbeiter, darunter viele Bergleute, mehr Aufstand gegen Kiew wagen als die bürgerlichen prorussischen Kräfte und sind entschlossen, die Volksrepubliken zu einem unabhängigen (sozialistischen) Staat zu formen.“

„In der Ukraine hat sich keine »demokratische, proeuropäische Revolution« vollzogen, sondern eine Tragödie. Der Sturz der – unzweifelhaft korrupten – Janukowitsch-Regierung hat zur Einsetzung einer ebenso unzweifelhaft korrupten Nachfolgeregierung geführt. Außenpolitisch ist das eindeutig ein Punktsieg der EU und der NATO gegen Rußland. Innenpolitischer Hauptsieger des Konfliktes sind indes faschistische Kräfte. Die Parteinahme des Westens gegen Janukowitsch und für die »vereinigte Opposition« hat dazu geführt, daß zum ersten Mal in der Geschichte der Ukraine Faschisten faktische (Mit-)Regierungsgewalt innehaben.“

Ulla Jelpke

Download Flyer

Eine Veranstaltung von: VVN – BdA, DKP, SDAJ, Rote Hilfe e.V.

8. Mai 1945 – Gedenken und Feiern

8. Mai 1945 Befreiung – was sonst!?

Zusammen mit der VVN-BdA Hannover wollen wir den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung feiern, aber auch der Toten und Gefangenen des deutschen Faschismus gedenken:

Der Völkermord an Armeniern vor 100 Jahren und die heutigen Verhältnisse in der Türkei

Der Völkermord an Armeniern vor 100 Jahren und die heutigen Verhältnisse in der Türkei

Veranstaltung in türkischer Sprache in Kooperation mit ATIF Hannover, YDG Hannover und der HDP Hannover.

Am 19. April 2015 um 16 Uhr im Pavillon Hannover.

Veranstaltung: Die Verhältnisse im Baskenland

Verhaftungen von Anwälten im Baskenland, Verhaftung von Tomas Elorriaga in Freiburg

Am 17. April 2015 um 19.30 Uhr im UJZ Korn.

… Keine Auslieferung, weder an Frankreich noch an Spanien – so lautet die Forderung im Solidaritätsblog Info-Baskenland in Bezug auf den kürzlich in Deutschland festgenommenen Tomas Elorriaga Kunze. Gefordert wird auch: “Schluss mit Folter und strafverschärfenden Sondergesetzen für baskische politische Gefangene! Für eine demokratische Lösung des Konflikts im Baskenland!“
Am 31. Oktober 2014 wurde in Mannheim Tomas Elgorriaga Kunze verhaftet. Ihm droht die Auslieferung an Frankreich. Der 1963 geborene Baske lebte bis zu seiner Verhaftung in Freiburg und arbeitete an der dortigen Universität. Er ist einer der vielen baskischen Flüchtlinge, die wegen des Konflikts zwischen dem Baskenland und den beiden Staaten Spanien und Frankreich ihre Heimat verlassen mussten.
Der 2009 begonnene Friedensprozess im Baskenland führte im Oktober 2011 zum Ende des bewaffneten Kampfes von ETA (Euskadi Ta Askatasuna, Baskenland und Freiheit). Auch das Kollektiv der immer noch fast 500 baskischen politischen Gefangenen und das Kollektiv der Flüchtlinge und Exilierten unterstützen eine friedliche und demokratische Lösung des Konflikts im Baskenland. Einzig der spanische Staat lehnt die von internationalen Konfliktmoderatoren vorgeschlagenen Schritte zur friedlichen Lösung des Konflikts ab. Eine rein politische Auseinandersetzung mit der starken baskischen Unabhängigkeitsbewegung will die von Korruptionsvorwürfen gebeutelte spanische Regierung um jeden Preis vermeiden. So befeuert sie einen Konflikt, an dessen friedlicher Lösung die baskische Gesellschaft mit internationaler Unterstützung intensiv arbeitet, und setzt weiterhin ihr repressives Instrumentarium gegen große Teile der baskischen Bevölkerung ein. Anklagen gegen baskische politische Aktivisten wegen “Terrorismus“ gehören drei Jahre nach dem Ende jeglicher Aktivitäten von ETA immer noch zu diesem Instrumentarium. Oft stützt sich die Anklage einzig auf Selbstbezichtigungen der Angeklagten, unterschrieben in Incommunicado-Isolationshaft unter Folter, ein Alptraum den auch Tomas Elgorriaga Kunze durchleiden musste.

Internationales Fest

Internationales Fest

Veranstaltet zusammen mit der YXK Hannover.

Am 28. März 2015 ab 20 Uhr im UJZ Korn.

Für eine Gesellschaft ohne Gefängnisse

Bausteine für eine Knastkritik aus libertärer Perspektive

Am 13. März 2015 um 19.30 Uhr im UJZ Korn.

Der Ruf nach mehr, härteren, höheren Strafen ist allgegenwärtig. Gleichzeitig sind das Gefängnissystem sowie die Gefangenen recht weit außerhalb des Blickfeldes der Gesellschaft gerückt. Das kommt den Interessen derjenigen entgegen, die nach dem Ausbau des Gefängnissystems rufen, die Privatisierung der Knäste vorantreiben und in vielfältiger Weise, ideologisch wie materiell, davon profitieren.
Mittlerweile gibt es wieder Versuche von Gefangenen, sich selbst zu organisieren, wie die „Interessensvertretung Inhaftierter“ (IVI) oder die Gefangenen-Gewerkschaft.
Die notwendige Solidarität mit diesen Organisierungen enthebt uns jedoch nicht der Notwendigkeit einer grundsätzlichen Diskussion über das Knastsystem.
Diese werden wir uns anhand folgender Fragestellungen nähern:

  • Welche Funktion haben Knäste?
  • Wie werden Knäste legitimiert?
  • Was wären Grundzüge einer linksradikalen Knastkritik?
  • Ist eine auf den Knast fokussierte Kritik staatlicher Disziplinierung überhaupt sinnvoll?

Diesen und weiteren Fragen wollen wir nach einem Vortrag in einer gemeinsamen Diskussion nachgehen. Dabei geht es nicht darum, „Mißstände“ anzuprangern, sondern die scheinbare Normalität der Abstrafung „regelwidrigen Verhaltens“ grundsätzlich abzulehnen. Denn die Gefängnislogik steht jeder Vorstellung einer herrschaftsfreie(re)n Gesellschaft entgegen – wie aber könnte eine nicht-ausgrenzende Zukunft aussehen?

Download Flyer

In Kooperation mit der Freien ArbeiterInnen Union Hannover und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen.