Am 7. Januar 2005 starb Oury Jalloh im Dessauer Polizeigewahrsam. Der westafrikanische Migrant verbrannte, an allen vieren gefesselt, in Zelle Nummer 5 im Keller der Wache, während überall im Haus Polizisten anwesend waren. Noch immer ist kein Polizist dafür zur Rechenschaft gezogen worden.
Am diesjährigen Jahrestages des Todes zeigten PolizistInnen ein durchweg provokatives und äußerst aggressives Verhalten gegen die TeilnehmerInnen der Gedenkdemonstration. Die Polizisten versuchten beständig, die Demonstranten nervös zu machen und schlugen wahllos auf die Demonstranten ein.
Gestern hat Philadelphias Bezirksstaatsanwalt Seth Williams auf einer Pressekonferenz erklärt, dass die Staatsanwaltschaft endgültig darauf verzichten werde, weiter auf eine Hinrichtung des seit 30 Jahren inhaftierten Menschenrechtsaktivisten Mumia Abu-Jamal zu drängen. Bereits viermal hatten US-Bundesgerichte festgestellt, dass das Todesurteil auf Rechtsbrüchen im ursprünglichen Verfahren von 1982 basiere. (mehr…)
Zur aktuellen Meldung, dass Mumia Abu-Jamal nicht mehr durch die Todesstrafe bedroht ist, dokumentieren wir einen Artikel aus der jungen Welt vom heutigen Tag:
Am morgigen 9. Dezember jährt sich zum 30. Mal die Verhaftung von Mumia Abu-Jamal im Jahr 1981. Der Radiojournalist und mit Preisen ausgezeichnete Vorsitzende der Vereinigung Schwarzer Journalisten in Philadelphia soll damals den Polizisten Daniel Faulkner, der Abu-Jamals jüngeren Bruder William in einer Verkehrskontrolle mißhandelte, nach Meinung von Polizei und Justiz erschossen haben. Abu-Jamal hat immer erklärt, Faulkner nicht getötet zu haben. So wurde der Bürgerrechtler und Exmilitante der Black Panther Party auch nicht aufgrund realer Beweise, sondern wegen seiner politischen Gesinnung nach einem kurzen und von rassistischen Vorurteilen geprägten Prozeß mit Hilfe erpreßter Falschaussagen wegen Mordes zum Tode verurteilt. Jahrzehntelang hat ihn eine internationale Solidaritätsbewegung vor der Hinrichtung geschützt. Sie steht jetzt aber vor der Aufgabe, ihn auch vor lebenslanger Haft zu bewahren und seine Freilassung zu erreichen. Die Autoren des folgenden Beitrages haben dazu ein engagiertes Plädoyer verfaßt.
Für das Leben und die Freiheit von Mumia Abu-Jamal!
Am 24. April 2011 verbringt der linke Journalist Mumia Abu-Jamal zum 29. Mal seinen Geburtstag hinter Gittern – zum Tode verurteilt für angeblichen Polizistenmord im Dezember 1981, der ihm in einem rassistischen und von Beweis- und ZeugInnenmanipulationen strotzenden Prozess angehängt wurde. Der linke Reporter und frühere Black-Panther-Aktivist war schon in seiner Jugend ins Visier der Repressionsbehörden geraten, weil er bei seiner aktiven Pressearbeit immer wieder den staatlichen Rassismus und das brutale polizeiliche Vorgehen gegen emanzipatorische Black-Power-Strukturen in der Öffentlichkeit anprangerte. (mehr…)
Jürgen Heiser Internationales Verteidigungs Komitee und Rolf Becker
Mumia Abu-Jamal, Ex-Black Panther und Radiojournalist aus Philadelphia, wurde vor 27 Jahren wegen angeblichem Mord an einem Polizisten zum Tode verurteilt.
Über das Verfahren urteilte Amnesty International nach dem Studium der Prozessakten: „Das Verfahren, in dem Mumia Abu-Jamal schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt wurde, verletzte die internationalen Mindestnormen für faire Prozessführung und die Verhängung der Todesstrafe.“ (mehr…)
Seit 27 Jahren bereits sitzt der afro-amerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal als politischer Gefangener im Todestrakt von Pennsylvania (USA). Ihm ist von der Polizei Philadelphias ein Polizistenmord untergeschoben worden. In einem von Rassismus und politischer Repression gekennzeichneten Prozess wurde der ehemalige Black Panther Pressesprecher zum Tode verurteilt. Zweimal bereits konnte ein weltweite Solidaritätsbewegung sein Leben retten.
2009 ist Mumias Leben erneut bedroht. Justiz und Politik in Pennsylvania wollen ihn umbringen.
Für Montag lädt die Rote Hilfe Hannover zusammen mit dem Free Mumia-Bündnis Berlin zu einer Veranstaltung in Hannover ein:
Kommt am 20. Juli 2009 um 19.55 Uhr ins UJZ Korn (Kornstr. 28/30).
Information und Diskussionsveranstaltung mit Sunny Omwenyeke von The Voice
Sunny Omwenyeke ist seit 1998 Aktivist bei The Voice Refugee Forum und der Karavane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen. Als politisch aktiver Flüchtling war er zwangsläufig konfrontiert mit der „Residenzpflicht“, einem Sondergesetz gegen Asylsuchende und Menschen ohne gesicherten Aufenthaltstitel. Er war einer derjenigen, die eine breite Kampagne gegen die „Residenzpflicht“ initiierte. Gemeinsam mit einem weiteren Aktivisten von The Voice klagte er gegen die Einschränkung seiner Bewegungsfreiheit durch das deutsche Asyl- und Ausländerrecht bis vor den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof in Strassburg. Sunny Omwenyeke berichtet über diese Kampagne und die Ergebnisse der Klage in Strassburg. (mehr…)
In Kooperation mit dem KNHO im Sprengel zeigten wir den Film [Der Lagerkomplex] von kinoki now! über Flüchtlinge, Bramsche-Hesepe und die Freiwillige Ausreise.