Tag-Archiv für 'antifa'

Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung in Bückeburg

Am 18. April diesen Jahres hielten wir einen Redebeitrag bei der Solidaritätsdemo für die kriminalisierten Antifaschist_innen in Bückeburg (Landkreis Schaumburg). Nun beginnen die Prozesse und wir dokumentieren eine Meldung der Soligruppe:

Der erste Sammelprozess vor dem Landgericht in Bückeburg rückt nun langsam immer näher.

Wir wollen die Betroffenen von Repression solidarisch begleiten, den Prozess beobachten und den Nazis den Raum nehmen
Der Sammelprozess vor dem Landgericht startet am 11. November im Landgericht in Bückeburg . Hier findet ihr die bisher so angesetzten Termine:

  • Mittwoch, 11. November // 10.30 Uhr
  • Montag, 16. November // 9.00 Uhr
  • Donnerstag, 19. November // 9.00 Uhr
  • Montag, 23. November // 9.00 Uhr
  • Donnersag, 26. November // 9.00 Uhr
  • Montag, 30. November // 9.00 Uhr
  • Montag, 7. Dezember // 9.00 Uhr

Zu jedem Prozesstermin ist eine Kundgebung vor dem Gericht ab eine Stunde vor Prozessbeginn angemeldet, um auch öffentlich zu zeigen, was wir von der Repression gegen Antifaschist*innen und anftifaschistisches Handeln, so wie das Hoffieren von Nazis über Jahre hinweg halten. Diese Kundgebungen gelten als Anlaufpunkt für alle, die nicht in den Gerichtssaal oder das Gebäude wollen.
Es wird eine gemeinsame Anreise zu Fuß vom Bahnhof in Bückeburg mit allen Unterstützer*innen zum Gericht geben, die genauen Zugfahrzeiten werden wir noch kommunizieren.

Wir freuen uns sehr über Support und Anregungen und werden in den nächsten Tagen und Woche weitere Infos veröffentlichen.

Wenn ihr die Betroffenen also durch Anwesenheit vor Ort oder anderweitig unterstützen wollt, dann gebt uns eine Rückmeldung an unsere Mailadresse.
Die Betroffenen und der Unterstützer*innenkreis freuen sich sehr über möglichst viel Unterstützung.

Mehr zu den Hintergründen hier und auf dieser Seite überall.

Seid solidarisch, begleitet die Prozesse, unterstützt die Betroffenen von Repression und lasst uns gemeinsam den Nazis dort den Raum nehmen.

Betroffen von Repression sind nur einige – gemeint sind wir alle!

Auch wir werden die Prozesse solidarisch begleiten!

Update: Hier gibt es Berichte vom ersten, zweiten, dritten, vierten und fünften Prozesstag sowie einen Pressespiegel.

8. Mai 1945 – Gedenken und Feiern

8. Mai 1945 Befreiung – was sonst!?

Zusammen mit der VVN-BdA Hannover wollen wir den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung feiern, aber auch der Toten und Gefangenen des deutschen Faschismus gedenken:

Redebeitrag der Roten Hilfe in Bückeburg

Am 18. April hielten wir einen Redebeitrag bei der antifaschistischen Solidaritätsdemo in Bückeburg:

Demo in Bückeburg.

Immer wieder kommen Antifaschistinnen zu uns, der Roten Hilfe, und haben Strafbefehle oder Vorladungen, …
Immer wieder wundern sie sich, warum sie für ihr antifaschistisches Engagement verfolgt werden.
Ein Engagement, welches in offiziellen Reden doch so oft nicht nur begrüßt, sondern sogar gefordert wird.
Ein Engagement, welches dann, wenn sie das Reden ernst nehmen, wenn sie auf die Straße gehen, wenn sie den Faschisten entgegen treten, verfolgt und kriminalisiert wird.

Eine genaue Erklärung würde uns in die Debatte um Antifaschismus und Faschismus bringen. Das kann eine Rede nicht leisten.
Doch die Diskussion um den Faschismusbegriff ist alles andere als eine abseitig akademische Debatte. Sie ist ein Teil des alltäglichen politisch-ideologischen Kampfes und hat direkte Auswirkungen auf die antifaschistische Praxis.

Nur so viel: Es ist offensichtlich – der deutsche Staat in seiner bürgerlichen Verfassung sieht im Antifaschismus einen Feind.
Wir nähern uns, wenn wir einige Hinweise in Betracht ziehen.
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Mehr Solidarität gegen mehr Repression!

In den vergangenen   Jahren konnte die Rote Hilfe immer mehr Menschen, die wegen ihrer linken Aktivitäten von staatlicher Repression betroffen waren, finanziell unterstützen. Neue Bewegungen, in denen Aktivist*innen im Visier von Polizei und Justiz sind, haben sich entwickelt, beispielsweise die Refugee-Proteste. Bei vielen daraus entstehenden Prozessen haben Geflüchtete und ihre Unterstützer*innen von der RH Unterstützung erfahren. Auch aus anderen Bereichen erhalten wir immer mehr Anfragen von Genoss*innen, die Ziel von Repressionsmaßnahmen geworden sind.

Zunehmende Anwält*innen- und Prozesskosten haben zu einem enormen Anstieg der Unterstützungsausgaben der Roten Hilfe geführt. Insgesamt haben sich die Zahlungen, die die Rote Hilfe für von Repression betroffene Linke leistete, allein 2014 um fast 50 Prozent erhöht. Das zeigt, wie wichtig die Solidaritätsarbeit der Roten Hilfe ist, und es ist großartig, dass wir so vielen Aktivist*innen in der Konfrontation mit den Repressionsorganen beistehen konnten. Gleichzeitig strapaziert dieser extreme Anstieg aber die Gesamtfinanzen der Organisation enorm.

Kurzum: wir brauchen euer Geld, um diese notwendige Unterstützungsarbeit fortführen zu können und die Angriffe des Staates weiterhin ins Leere laufen zu lassen. Jede Form der Unterstützung ist uns dabei willkommen! Der 18. März, der Tag der politischen Gefangenen, ist deshalb der Auftakt zu einer neuen Spendenkampagne für die kontinuierliche Solidaritätsarbeit der Roten Hilfe e.V.

Lasst euch was einfallen, damit die aktive Unterstützungsarbeit weitergehen kann, denn unsere Solidarität ist die stärkste Waffe im Kampf gegen ihre Repression!

  • Sammelt Spenden bei Veranstaltungen und Demos.
  • Macht Solipartys und verkauft Soli-Kuchen.
  • Erhöht euren Mitgliedsbeitrag bei der Roten Hilfe.
  • Werbt in eurem politischen Umfeld für Spenden.

Spendet unter dem Stichwort „Mehr Solidarität!“ auf das Konto der Roten Hilfe:

Rote Hilfe e.V.
Sparkasse Göttingen,
IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39
BIC: NOLADE21GOE

Flyer zur Kampagne
Plakat zur Kampagne

BuVo: Erfolgreicher Abschluss der bundesweiten Informationstour gegen Nationalismus, Krieg und Repression mit ukrainisch-russischen Antifaschist*innen

Im folgenden dokumentieren wir die Pressemitteilung des Bundesvorstands der Roten Hilfe, die Rote Hilfe Salzwedel hat eine eigene Pressemitteilung zum Ende der Tour veröffentlicht.

Vom 31. Juli bis zum 29. August 2014 führte eine Gruppe antifaschistischer Aktivist*innen aus der Ukraine und aus Russland auf Initiative der Roten Hilfe e.V./Ortsgruppe Salzwedel eine bundesweite Informationstour durch.
Deutlich über 1000 Menschen nahmen an den Veranstaltungen in 22 unterschiedlichen Orten teil, um sich über die Ansichten der Delegationsteilnehmer*innen und über die aktuelle politische Situation in der Ukraine zu informieren und mit den Genoss*innen zu diskutieren. Die politisch heterogen zusammengesetzte Gruppe aus Anarchist*innen, Kommunist*innen, Friedensaktivist*innen und Gewerkschafter*innen, die sich vorher teilweise noch nicht einmal kannten, zieht eine positive Bilanz der Rundreise.

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Solidaritätsdemonstration für Josef in Hannover

Wir dokumentieren den Aufruf zur Demonstration „Unsere Solidarität, die könnt ihr haben! Freiheit für Josef!“ am Mittwoch, den 12. März. Auftakt ist um 18 Uhr am Lister Platz (Hannover). Mehr Informationen zu Josef gibt es bei des „Solikollektiv für die Repressionsbetroffenen vom 24. Jänner“ und auf den Seiten der Roten Hilfe Jena. Wer Josef finanziell unterstützen will, überweist auf das Konto der Genoss_innen aus Jena:

    Kto.-Nr.: 4007 238 309 | IBAN DE77 4306 0967 4007 2383 09
    BLZ: 430 609 67 (GLS Bank) | BIC GENO­DE­M1GLS (GLS Bank)
    Ver­wen­dungs­zweck: Wien

Unsere Solidarität, die könnt ihr haben! Freiheit für Josef!

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BuVo: Unsere Solidarität gegen anhaltenden rechten Terror in der Ukraine

Rote Hilfe e.V. richtet Spendenkonto für verfolgte Antifaschist*innen ein

Im Zuge der breiten Protestbewegung der ukrainischen Bevölkerung gegen die ehemalige Regierung konnten sich faschistische Gruppierungen in den vergangenen Monaten in dieser verankern und ihre Mitgliederstärke vervielfachen. Sowohl auf dem Maidan-Platz in Kiew selbst als auch während der Auseinandersetzungen waren Gruppierungen wie „Der Rechte Sektor“ stets präsent und traten paramilitärisch auf. Nationalistische und rassistische Symbole und Parolen waren unübersehbar. Faschistische Parteien wie „Swoboda“ (Freiheit) warben um Akzeptanz auch im Ausland und gaben sich ungestört – im Verbund mit anderen, sich als „oppositionell“ bezeichnenden Parteien – als Vertreter*innen der „unzufriedenen Bevölkerung“ aus.

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Repression nach Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Magdeburg

Am 18. Januar beteiligten sich mehrere tausend Menschen, einige auch aus dem Raum Hannover, an den Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Magdeburg. Während des Tages kam es zu Übergriffen der Polizei gegen die Protestierenden. Neben dem Einsatz Knüppeln und Pfefferspray wurden auch Personalien kontrolliert und teilweise Anzeigen angedroht.
Auf der Rückreise nach Hannover wurden in Braunschweig Aktivist_innen von der Polizei gekesselt und im Anschluss durchsucht und abgefilmt. Ihnen wird die Beteiligung an einer angeblichen Auseinandersetzung mit Neonazis im Hauptbahnhof Braunschweig vorgeworfen.

Die Rote Hilfe Hannover unterstützt die Eigeninitiative von Demonstrierenden aus Hannover, die sich am kommemden Donnerstag, dem 06.02.14, in Hannover zu einem Antirepressionstreffen verabredet haben. Das Treffen beginnt um 19 Uhr im UJZ Korn (Kornstr. 28-32). Verbreitet diesen Termin an Freund_innen, von denen ihr wisst, dass sie in diesem Zusammenhang mit Magdeburg von Repession betroffen waren.

Wenn ihr im Zuge der Ermittlungen der Polizei oder wegen der Proteste in Magdeburg Post von der Polizei oder der Staatsanwalt bekommt, meldet euch bitte bei der Roten Hilfe Hannover! Ihr erreicht die Rote Hilfe jeden ersten Sonntag im Monat ab 16 Uhr im UJZ Korn oder unter hannover [-at-] rote-hilfe.de

Der Aufmarsch der Faschisten in Bad Nenndorf, der erfolgreiche Widerstand dagegen und die Folgen

Der Aufmarsch
Für den 01. August 2013 hatten, im achten Jahr in Folge, so genannte „Freie Kameradschaften“ einen so genannten „Trauermarsch“ angemeldet – immer unterstützt von der NPD. Unter dem Motto „Für die Opfer alliierter Kriegs- und Nachkriegsverbrechen – Gegen die Lüge der Befreiung“ hat in diesem Jahr ein „Gedenkbündnis Bad Nenndorf“ den Marsch veranstaltet, an dem sich nur noch etwa 270 Faschisten beteiligten. Ihr Ziel, das Winklerbad, konnten sie dieses Jahr nicht erreichen.

Der erfolgreiche Widerstand
Zu Protesten dagegen riefen auch dieses Jahr wieder die Initiative Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf, das Bürgerbündnis Bad Nenndorf ist bunt und der DGB auf.

Das Verwaltungsgericht Hannover hatte sowohl eine Demonstration des Bürgerbündnisses als auch den Aufmarsch der Neonazis vor dem Gebäude genehmigt. Nach Ende der offiziellen Kundgebung des Bündnisses ließen sich über 600 AnwohnerInnen und AntifaschistInnen auf dem Platz nieder.

Um 16.05 Uhr musste die Polizei erleben, dass ihre Ansage „Ab jetzt wird geräumt“, verbunden mit dem Hinweis, dass, wer sitzenbleibt, ab jetzt eine Straftat begehe, zu keiner Trennung des Protests und nicht zur Aufgabe der Sitzblockade führte.

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Veranstaltungen der Ortsgruppe Ende April/Anfang Mai

Am 26. April 2013 haben wir einen Gast aus dem Baskenland in Hannover zu Gast. Er wird wird über die aktuelle Situation im Baskenland sprechen. Der aktuelle Friedensprozess, den die Unabhängigkeitsbewegung vorangetreibt, wird ebenso Thema sein wie die Repression gegen diese Bewegung und die Lage der baskischen Gefangenen.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im UJZ Korn.

Am 3. Mai zeigen wir um 20.30 Uhr den Film „Geh und sieh“ (Иди́ и смотри́ / Idi i smotri) im Kino im Sprengel.

Zu beiden Veranstaltungen gibt es ausführlichere Beschreibungen auf unserer Termin-Seite.