Archiv der Kategorie 'Aktuelles'

Zwei Minuten für das Leben von Mumia Abu-Jamal

Mumia Abu Jamal ist lebensgefährlich erkrankt

Mumia Abu–Jamal ist ein afro – amerikanischer Journalist und politischer Aktivist, der seit mehr als 30 Jahren im Gefängnis in Pennsylvania (USA) inhaftiert ist, da er als Journalist über die alltägliche rassistische Polizeigewalt berichtet hat. „Stimme der Stimmlosen“ wurde er daraufhin genannt. Mittlerweile kommt das Thema auch in der mainstream-presse an. Zu seiner Zeit war das ein Skandal – nicht die Brutalität der Polizei, sondern darüber zu berichten. Folgerichtig wurde er unter falschen Anschuldigungen in einem mehr als fragwürdigen Prozess zum Tode verurteilt. Es ist der weltweiten Solidaritätsbewegung gelungen, die Aussetzung seiner Todesstrafe zu erkämpfen.

Doch nun fürchtet die Rote Hilfe e.V. den drohenden Tod von Mumia Abu-Jamal durch unterlassene medizinische Hilfeleistung. Dem schwer an Diabetes Erkrankten wird eine angemessene ärztliche Behandlung verwehrt, Kontakt zu FreundInnen, Familie und AnwältInnen wird erschwert, eine Untersuchung durch unabhängige ÄrztInnen wird ihm verweigert.

Weitere Informationen u.a. unter: http://www.freiheit-fuer-mumia.de

Mumia geht es täglich schlechter. Was – in 2 Minuten – getan werden kann :

Folgende Nummern haben einen AB, auf den man sprechen kann:

  • Leiter der Behörde: Secretary John Wetzel: 001-717-728-4109
    email: ra-crpadocsecretary@pa.gov oder email: ra-contactdoc@pa.gov
  • Pressesprecherin Susan McNaughton: 001-717-728-4025

oder schreibt an diese Fax-Nrn.:

  • 001 570-783-2008 (Fax John Kerestes, Superintendent SCI Mahanoy, 301 Morea Road, Frackville PA 1793)
  • 001 717-728-4178 (Fax John Wetzel, PA DOC, 1920 Technology Pkwy, Mechanicsburg PA 17050)

Die Nachricht könnte so oder ähnlich lauten: „I am … from … in Germany. I‘m calling you because I am in grave sorrow for a prisoner under your care. That is Mumia Abu-Jamal. He is extremely ill and is getting worse by the day. Meanwhile I am fearing for his very life. PLEASE transfer him to a hospital immediately. And PLEASE give him access to a physician of his own choice. He NEEDS it now. Staying alive and healthy is a human right. Please show humanity and have him treated properly. Thank you so much.“

Unterzeichnet die Online-Petition unter:

https://www.change.org/p/john-e-wetzel-pa-secretary-of-corrections-tom-wolf-pa-governor-stop-the-medical-execution-of-mumia-abu-jamal-by-neglect-and-malpractice-3

schreibt an Mumia:

    Mumia Abu Jamal
    #AM 8335
    SCI Mahanoy
    301Morea Road, Frackville, PA 17932

und verbreitet diese Nachricht weiter!

Rote Hilfe e.V. OG Hannover, April 2014

Veranstaltungshinweis: Vom Maidan in den Bürgerkrieg: Die Ukraine am Abgrund

Nach wie vor werden linke AktivistInnen, KommunistInnen, Kriegsdiensverweigerer, AntifaschistInnen, JournalistInnen in der Ukraine verfolgt. Willkürliche Verhaftungen, Entführungen, Folter und Mord gehören längst zum Lebensalltag.
Nach wie vor sammelt die Rote Hilfe e.V. Spenden, um Einzelne von der Repression Betroffene zu unterstützen, wobei die Rote Hilfe e.V. alle verfolgten Linken in der Ukraine unterstützt , unabhängig davon, ob sie sich in Parteien, Syndikaten, Gewerkschaften, Räten oder autonom organisieren.

Nach wie vor kommen Informationen allenfalls verzerrt in den offiziellen Medien vor. Aus diesem Grund unterstützt die Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe Hannover die Veranstaltung:

Vom Maidan in den Bürgerkrieg: Die Ukraine am Abgrund
Vortrag und Diskussion mit Susann Witt-Stahl
Mittwoch, 29. April 2015, 19.00 Uhr
Freizeitheim Vahrenwald

An der Außengrenze der Europäischen Union (EU) hat sich unter Mitwirkung der deutschen Regierung ein Konflikt innerhalb der ukrainischen Bourgeoisie zu einer weltpolitischen Konfrontation zwischen der EU und den USA einerseits und Russland andererseits ausgeweitet.
Über alle politischen Differenzen hinweg sprechen die deutschen Medien von der „Rückkehr des Kalten Kriegs“.

Es herrscht ein brüchiger Waffenstillstand nach dem Krieg zwischen der Regierung und den Aufständischen im Donbass. Hunderttausende Menschen sind seit dem aus der Ostukraine geflohen.
Wie konnte dieses Land so schnell in den Abgrund stürzen? Die Journalistin Susann Witt-Stahl hat seit den Tagen des „Maidan“ mehrmals die Ukraine besucht, um sich selbst ein Bild von der dramatischen Lage zu machen; zuletzt Anfang September. Sie war sowohl auf dem Maidan in Kiew als auch im Donbass. In ihrem Vortrag wird die Journalistin von ihren Gesprächen mit den Menschen berichten und die sich gegenüber stehenden politischen Kräfte analysieren: Wer oder was sind die sogenannten Oligarchen? Welche Rolle spielen die Faschisten? Welche antifaschistischen Kräfte gibt es und wie ist ihre Lage? Welche Interessen verfolgen EU und USA? Was wollen die politischen Kräfte in den nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk und welchen Einfluss hat Rußland auf sie?«

Unter Bezug auf die neuen Volksrepubliken im Donbass schreibt Susann Witt-Stahl in der online Zeitung Hintergrund am 13. 10. 2014:

„Zu den treibenden Kräften der Volksrepubliken im Donbass gehören auch russische Nationalisten, Nostalgiker der zaristischen Monarchie, glühende Verfechter der Russisch-Orthodoxen Kirche und deren reaktionärer Doktrinen. …Und die an Russland orientierten oder dort ansässigen Oligarchen – Träger eines Kapitals, das sich vor allem durch Förderung und Handel mit Rohstoffen nährt –, deren Tentakel in die Eingeweide der Volkrepubliken reichen, wüten samt ihrer reaktionären Ideogeme mit kaum weniger krimineller Energie als die westlich orientierten oder in Richtung EU und USA gewendeten. …Aber nicht zuletzt, um dagegen Widerstand zu leisten, wollen viele Menschen im Donbass, vor allem Arbeiter, darunter viele Bergleute, mehr Aufstand gegen Kiew wagen als die bürgerlichen prorussischen Kräfte und sind entschlossen, die Volksrepubliken zu einem unabhängigen (sozialistischen) Staat zu formen.“

„In der Ukraine hat sich keine »demokratische, proeuropäische Revolution« vollzogen, sondern eine Tragödie. Der Sturz der – unzweifelhaft korrupten – Janukowitsch-Regierung hat zur Einsetzung einer ebenso unzweifelhaft korrupten Nachfolgeregierung geführt. Außenpolitisch ist das eindeutig ein Punktsieg der EU und der NATO gegen Rußland. Innenpolitischer Hauptsieger des Konfliktes sind indes faschistische Kräfte. Die Parteinahme des Westens gegen Janukowitsch und für die »vereinigte Opposition« hat dazu geführt, daß zum ersten Mal in der Geschichte der Ukraine Faschisten faktische (Mit-)Regierungsgewalt innehaben.“

Ulla Jelpke

Download Flyer

Eine Veranstaltung von: VVN – BdA, DKP, SDAJ, Rote Hilfe e.V.

8. Mai 1945 – Gedenken und Feiern

8. Mai 1945 Befreiung – was sonst!?

Zusammen mit der VVN-BdA Hannover wollen wir den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung feiern, aber auch der Toten und Gefangenen des deutschen Faschismus gedenken:

BuVo: Protest gegen die Festnahme linker AktivistInnen der MigrantInnenorganisation ATIK

Solidarität mit der ATIK!Am 15. und 18. April wurden in Deutschland, Frankreich, Griechenland und der Schweiz Mitglieder der linken MigrantInnenorganisation ATIK (Könföderation der Arbeiter aus der Türkei in Europa) von Sondereinheiten der Polizei festgenommen.

Ihnen wird vorgeworfen, der TKP/ML (Türkische Kommunistische Partei / Marxistisch-Leninistisch) anzugehören.

Den sieben in Deutschland inhaftierten ATIK Mitgliedern droht eine Anklage nach dem Gesinnungsparagraphen 129b (Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung), eine Auslieferung der weiteren vier AktivistInnen nach Deutschland steht zu befürchten.

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Mehr Solidarität gegen mehr Repression!

In den vergangenen   Jahren konnte die Rote Hilfe immer mehr Menschen, die wegen ihrer linken Aktivitäten von staatlicher Repression betroffen waren, finanziell unterstützen. Neue Bewegungen, in denen Aktivist*innen im Visier von Polizei und Justiz sind, haben sich entwickelt, beispielsweise die Refugee-Proteste. Bei vielen daraus entstehenden Prozessen haben Geflüchtete und ihre Unterstützer*innen von der RH Unterstützung erfahren. Auch aus anderen Bereichen erhalten wir immer mehr Anfragen von Genoss*innen, die Ziel von Repressionsmaßnahmen geworden sind.

Zunehmende Anwält*innen- und Prozesskosten haben zu einem enormen Anstieg der Unterstützungsausgaben der Roten Hilfe geführt. Insgesamt haben sich die Zahlungen, die die Rote Hilfe für von Repression betroffene Linke leistete, allein 2014 um fast 50 Prozent erhöht. Das zeigt, wie wichtig die Solidaritätsarbeit der Roten Hilfe ist, und es ist großartig, dass wir so vielen Aktivist*innen in der Konfrontation mit den Repressionsorganen beistehen konnten. Gleichzeitig strapaziert dieser extreme Anstieg aber die Gesamtfinanzen der Organisation enorm.

Kurzum: wir brauchen euer Geld, um diese notwendige Unterstützungsarbeit fortführen zu können und die Angriffe des Staates weiterhin ins Leere laufen zu lassen. Jede Form der Unterstützung ist uns dabei willkommen! Der 18. März, der Tag der politischen Gefangenen, ist deshalb der Auftakt zu einer neuen Spendenkampagne für die kontinuierliche Solidaritätsarbeit der Roten Hilfe e.V.

Lasst euch was einfallen, damit die aktive Unterstützungsarbeit weitergehen kann, denn unsere Solidarität ist die stärkste Waffe im Kampf gegen ihre Repression!

  • Sammelt Spenden bei Veranstaltungen und Demos.
  • Macht Solipartys und verkauft Soli-Kuchen.
  • Erhöht euren Mitgliedsbeitrag bei der Roten Hilfe.
  • Werbt in eurem politischen Umfeld für Spenden.

Spendet unter dem Stichwort „Mehr Solidarität!“ auf das Konto der Roten Hilfe:

Rote Hilfe e.V.
Sparkasse Göttingen,
IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39
BIC: NOLADE21GOE

Flyer zur Kampagne
Plakat zur Kampagne

Unsere Solidarität gegen eure Repression

Die Rote Hilfe Hannover hat jetzt auch Aufkleber.

Aufkleber: Rote Hilfe Hannover

Ihr bekommt sie entweder im Infoladen Korn (Öffnungszeiten: Mo/Mi, 18 – 20 Uhr) oder bei unseren Infotischen und bei Veranstaltungen der Ortsgruppe

Neue Rote Hilfe T-Shirts

Neue T-Shirts im Literaturvertrieb

Diese schönen T-Shirts könnt ihr ab jetzt beim Literaturvertrieb der Roten Hilfe bestellen!

Solidarität mit Blogsport!

Der Server blogsport, bei dem auch unsere OG Seite gespeichert ist, ist zur Zeit einer Klage mit einer Klage von einem Funktionär der rassistischen Pro NRW konfrontiert. Im folgenden dokumentieren wir einen Aufruf von antifaschistischen und antirassistischen Gruppen und Plattformen im Juli 2014. Die dazugehörigen Fussnoten finden sich unter dem Link.
In der Tageszeitung junge Welt erschien zudem am 6. August ein Interview mit dem Geschäftsführer von blogsport.

Nazis und Rassist*innen den Stecker ziehen

Der bekannte Blogbetreiber Blogsport sieht sich mit einer Klage konfrontiert.
Kevin Hauer, der stellvertretende Vorsitzende der kulturalistischen/ rassistischen Partei “Pro NRW” klagt gegen Blogsport, da angeblich Bilder von ihm auf dem Host veröffentlicht worden sei, auf denen er den rechten Arm erhoben hat sowie mit Burschenschaftskappe und einem Hitler-Portrait posiert. Hauer, der für die Partei als Ratsherr in Gelsenkirchen aktiv ist, fordert vom Provider Schadensersatz- unter dem Deckmantel des Rechtes am eigenen Bild.

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Nach der Demo… ist vor?

Zusammen mit der Kampagne Halim Dener veröffentlichen wir einen Text zur Nachbetrachtung der Demo im Gedenken an Halim Dener, der sich auch mit zu erwartender Repression auseinandersetzt.

Halim Dener Grafitti auf der Fusion- Foto: seven_resist/Flickr

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Bericht von der Demo in Gedenken an Halim Dener

Im folgenden dokumentieren wir Fotos und Bericht der Kampagne Halim Dener zur Demonstration am 21. Juni in Hannover. Links zur Berichterstattung weiterer Medien finden sich am Ende des Artikels.

Solidarität muss Praxis werden …

Demonstration „Halim Dener: gefoltert. geflüchtet. verboten. erschossen.“ in Gedenken an den kurdischen Jugendlichen am 21.06.14 in Hannover

Halim Dener Demo
20 Jahre nach dem Tod Halim Deners, haben etwa 1.500 Menschen mit einer Gedenkdemonstration in Hannover an den kurdischen Jugendlichen und seine Geschichte erinnert. Damit hat die Kampagne Halim Dener ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Sie hatte mit der Unterstützung von 53 Organisationen aus verschiedensten linken Spektren zu der Demonstration am 21.06.14 aufgerufen.

Halim Dener DemoDie Kampagne hat damit ihr Ziel erreicht, keinen reinen Trauermarsch zu veranstalten, sondern vor allem die Aktualität der Konflikte, welche zum Tod Halim Deners geführt haben, aufzuzeigen. Der andauernden Krieg in Kurdistan, das undemokratische PKK-Verbot, die unmenschliche Lage nach Europa flüchtender Menschen sowie die andauernde Polizeigewalt gegen Migrant*innen wurden anhand der Geschichte Halim Deners als thematische Inhalte der Kampagne verknüpft. Halim Dener selbst war 1994 vor dem Krieg in Kurdistan nach Europa geflohen, um Asyl in der BRD zu suchen, wo er beim Plakatieren des Symbols einer PKK-nahen Organisation von einem Polizisten erschossen wurde.

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