Archiv für August 2013

Der Aufmarsch der Faschisten in Bad Nenndorf, der erfolgreiche Widerstand dagegen und die Folgen

Der Aufmarsch
Für den 01. August 2013 hatten, im achten Jahr in Folge, so genannte „Freie Kameradschaften“ einen so genannten „Trauermarsch“ angemeldet – immer unterstützt von der NPD. Unter dem Motto „Für die Opfer alliierter Kriegs- und Nachkriegsverbrechen – Gegen die Lüge der Befreiung“ hat in diesem Jahr ein „Gedenkbündnis Bad Nenndorf“ den Marsch veranstaltet, an dem sich nur noch etwa 270 Faschisten beteiligten. Ihr Ziel, das Winklerbad, konnten sie dieses Jahr nicht erreichen.

Der erfolgreiche Widerstand
Zu Protesten dagegen riefen auch dieses Jahr wieder die Initiative Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf, das Bürgerbündnis Bad Nenndorf ist bunt und der DGB auf.

Das Verwaltungsgericht Hannover hatte sowohl eine Demonstration des Bürgerbündnisses als auch den Aufmarsch der Neonazis vor dem Gebäude genehmigt. Nach Ende der offiziellen Kundgebung des Bündnisses ließen sich über 600 AnwohnerInnen und AntifaschistInnen auf dem Platz nieder.

Um 16.05 Uhr musste die Polizei erleben, dass ihre Ansage „Ab jetzt wird geräumt“, verbunden mit dem Hinweis, dass, wer sitzenbleibt, ab jetzt eine Straftat begehe, zu keiner Trennung des Protests und nicht zur Aufgabe der Sitzblockade führte.

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BuVo: Zum Offenen Brief »besorgter Bürger/innen in der JVA Rosdorf«

Vor einem Monat hatte sich der Bundesvorstand der Roten Hilfe dazu entschlossen, sich bezüglich einer durchaus ernstzunehmenden Bedrohungssituation mit einer längeren Pressemitteilung an die Öffentlichkeit zu wenden. Der zurzeit noch inhaftierte Neonazi Mario M. hatte in persönlichen Briefen aus der Justizvollzugsanstalt Rosdorf heraus massive Drohungen gegen die Solidaritätsorganisation Rote Hilfe e.V. ausgesprochen, deren Bundesgeschäftsstelle ihren Sitz im nahe gelegenen Göttingen hat.

Dieser wohl überlegte Schritt zur breit angelegten Thematisierung hatte ein sehr großes, durchweg positives Medienecho zur Folge; selbst die Rosdorfer Anstaltsleitung fühlte sich schließlich verpflichtet, darauf hinzuweisen, dass Drohbriefe eines in ihrer JVA einsitzenden Faschisten problemlos ihren Weg zum »politischen Feind« desselben finden können.

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