Archiv für Dezember 2011

„Wieviel sind hinter Gittern …“ Dezember 2011

Wieviel sind hinter Gittern ...Auf radioflora.de wurden am 6. Dezember drei Audiobeiträge der Redaktion „Wieviel sind hinter Gittern …“ zu folgenden Themen veröffentlicht:

  • Ein Gespräch mit dem Anwalt Detlef Hartmann über die Hintergründe zum Verfahren gegen vermutliche Mitglieder der Revolutionären Zellen.
  • Hintergründe zum Prozess gegen angebliche Piraten aus Somalia in Hamburg
  • Interview mit einem Prozessbeobachter zum Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder einer griechischen Stadtguerillagruppe in Athen

Wir wünschen viel Spaß beim Anhören.

BuVo: Beugehaft gegen lebensbedrohlich erkranktes ehemaliges RAF-Mitglied verhängt!

Wie aus der beigefügten Presseerklärung des Rechtsanwalts Heinz-Jürgen Schneider zu entnehmen ist, hat das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart im Prozess gegen das lebensbedrohlich an Leukämie erkrankte ehemalige Mitglied der RAF Christa Eckes sechs Monate Beugehaft verhängt und ihr noch ins Krankenhaus die Ladung zum Haftantritt im Justizvollzugskrankenhaus (JVKH) Hohenasperg zugestellt. Christa wurde während einer laufenden Chemoinfusion verhört. Sie verweigerte konsequent die Aussage.
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Post aus Dresden für NazigegnerInnen

Am Wochenende sollen die ersten Menschen in und um Hannover Post von der SoKo 19/2 aus Dresden bekommen haben. Ihnen wird u.a. schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen.

Die Polizei versucht bereits jetzt den Widerstand gegen den jährlichen Naziaufmarsch 2012 mit Repression zu überziehen.

Wir sind solidarisch mit allen, die hier kriminalisiert werden. Für den kommenden Montag laden Rote Hilfe und Antifaschistische Aktion Hannover zu einem Treffen ein auf dem wir ein gemeinsames Vorgehen abstimmen und koordinieren wollen.

Gemeinsames Treffen der Beschuldigten:
19. Dezember 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

dokumentiert von indymedia linksunten

Update: In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben antifaschistische und linke Gruppen sowie Parteien und Gewerkschaften gegen die Kriminalisierung protestiert.

BuVo: Für die sofortige Freilassung von Mumia Abu-Jamal!

30 Jahre Haft im Todestrakt wegen eines verfassungswidrigen Urteils sind genug – für die sofortige Freilassung von Mumia Abu-Jamal!

Gestern hat Philadelphias Bezirksstaatsanwalt Seth Williams auf einer Pressekonferenz erklärt, dass die Staatsanwaltschaft endgültig darauf verzichten werde, weiter auf eine Hinrichtung des seit 30 Jahren inhaftierten Menschenrechtsaktivisten Mumia Abu-Jamal zu drängen. Bereits viermal hatten US-Bundesgerichte festgestellt, dass das Todesurteil auf Rechtsbrüchen im ursprünglichen Verfahren von 1982 basiere.
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Veranstaltung: Repression gegen die antifaschistische Bewegung in Sachsen und Brandenburg

Am 19. Februar, 12. April und 02. Mai 2011 kam es in Brandenburg, Sachsen und speziell in Dresden zu Hausdurchsuchungen gegen Linke aus verschiedenen politischen Zusammenhängen. Polizei und Staatsanwaltschaft werfen ihnen unter anderem „schweren Landfriedensbruch“ (§125a), „Aufruf zu Straftaten“ (§111), „Sachbeschädigung“ (§303), „Körperverletzung“ (§223) und „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ (§129 StGB) vor. Mit den Hausdurchsuchungen in Stuttgart Ende September 2011 sind weitere Personen von den Ermittlungen der Dresdener Staatsanwaltschaft betroffen. Insgesamt wird aktuell gegen 44 AntifaschistInnen ermittelt.
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Free Mumia Abu-Jamal!

Zur aktuellen Meldung, dass Mumia Abu-Jamal nicht mehr durch die Todesstrafe bedroht ist, dokumentieren wir einen Artikel aus der jungen Welt vom heutigen Tag:

Am morgigen 9. Dezember jährt sich zum 30. Mal die Verhaftung von Mumia Abu-Jamal im Jahr 1981. Der Radiojournalist und mit Preisen ausgezeichnete Vorsitzende der Vereinigung Schwarzer Journalisten in Philadelphia soll damals den Polizisten Daniel Faulkner, der Abu-Jamals jüngeren Bruder William in einer Verkehrskontrolle mißhandelte, nach Meinung von Polizei und Justiz erschossen haben. Abu-Jamal hat immer erklärt, Faulkner nicht getötet zu haben. So wurde der Bürgerrechtler und Exmilitante der Black Panther Party auch nicht aufgrund realer Beweise, sondern wegen seiner politischen Gesinnung nach einem kurzen und von rassistischen Vorurteilen geprägten Prozeß mit Hilfe erpreßter Falschaussagen wegen Mordes zum Tode verurteilt. Jahrzehntelang hat ihn eine internationale Solidaritätsbewegung vor der Hinrichtung geschützt. Sie steht jetzt aber vor der Aufgabe, ihn auch vor lebenslanger Haft zu bewahren und seine Freilassung zu erreichen. Die Autoren des folgenden Beitrages haben dazu ein engagiertes Plädoyer verfaßt.

weiterlesen auf jungewelt.de

Interviews zum Verfahren gegen Antifas in Sachsen und Brandenburg

Die Redaktion von „Wieviel sind hinter Gittern …“ von Radio Flora führte im Laufe des Jahres zwei Interviews mit der Kampagne 129ev. Im Vorfeld der gemeinsamen Veranstaltung am kommenden Freitag im Pavillon wollen wir Euch die Mitschnitte dieser Interviews nicht vorenthalten:

„Freiheit für alle Gefangenen!“ kein Grund für eine Gewahrsamsnahme

„Die Bundesregierung muss zwei jungen Deutschen je 3000 Euro zahlen, weil sie während des G8-Gipfels 2007 in Heiligendamm ungerechtfertigt fünfeinhalb Tage in Gewahrsam genommen wurden. Deutschland habe damit die Europäische Menschenrechtskonvention verletzt, befand der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) … Die Polizei hatte die beiden bei einer Personenkontrolle auf einem Parkplatz vor einer Justizvollzugsanstalt aufgegriffen in Begleitung von sieben weiteren Kundgebungsteilnehmern. In ihrem Transporter stellte die Polizei Transparente mit der Aufschrift sicher: ‚Freedom for all prisoners. Free all now.‘ (Freiheit für alle Gefangenen. Jetzt.)“

Meldung von www.tagesschau.de